Warnung vor Eichenprozessionsspinner im Bobenwald bei Ebstorf

Umwelt Von Extern | am Fr., 26.06.2020 - 19:24

EBSTORF. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich immer weiter aus. Das Insekt hat sich in den letzten 15 Jahren in vielen Bereichen in Niedersachsen stark in den Eichenwäldern vermehrt, berichten die Niedersächsischen Landesforsten. Der Eichenprozessionsspinner profitiere von den warmen Temperaturen der vergangenen Jahre und vermehre sich weiter – auch, weil er kaum natürliche Gegenspieler habe. Insbesondere bei hohen Dichten und wenn die Raupen mehrere Jahre in Folge fressen, werden die Eichen stark geschwächt und können dann sogar absterben.

In den letzten Tagen seien auch im Bobenwald bei Ebstorf einige Nester dieser Raupen entdeckt worden. "Das betroffene Waldstück „Tannenworth“ wird von Waldbesuchern intensiv genutzt, auch viele Kinder spielen dort. Das Niedersächsische Forstamt Oerrel warnt jetzt vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners, da diese giftige Brennhaare besitzen, die bei empfindlichen Personen zu Hautrötungen und Atembeschwerden führen können. Auch Tiere (Hunde, Pferde) können stark betroffen sein, wenn sie mit Brennhaaren in Kontakt kommen. Im Bobenwald ist der Eichenprozessionsspinner nun auch angekommen. Die jetzt erkannte Population ist allerdings noch sehr klein“, erklärt Forstamtsleiter Dr. Michael Habermann vom Niedersächsischen Forstamt Oerrel. 

Der zuständige Förster Malte Dicke und das Forstamt wissen um die Vorkommen und bitten von weiteren Meldungen besorgter Bürger abzusehen. Auch Bürgermeister und Gemeinde seien bereits informiert. Im betroffenen Gebiet werden in Kürze entsprechende Warnschilder aufgestellt. Waldbesucher sollten den Kontakt mit den Raupen oder Nestern des Prozessionsspinners meiden, auf den Wegen bleiben und zu erkannten Nestern oder Raupenprozessionen unbedingt einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten.

„Anders als in Parks oder entlang von Straßen können wir die Nester und Raupen im Wald nicht vom Boden aus absaugen“ so Michael Habermann weiter. „Wir bitten alle Waldbesuchenden von den Raupen des Eichenprozessionsspinners respektvollen Abstand zu halten.“