Unterbringungsbeschluss nach schwerer Brandstiftung in Mehrfamilienhaus erlassen

Polizei + Feuerwehr Von Extern | am Mi., 29.09.2021 - 15:24

UELZEN. Nach dem Schwelbrand in einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Heinrich-Meyerholz-Straße in den Nachmittagsstunden des 31. Augusts wurde jetzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg ein Unterbringungsbeschluss gegen den dringend tatverdächtigen Bewohner der betreffenden Wohnung erlassen. Mieter hatten gegen 15:45 Uhr Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte löschten den Schwelbrand in der Wohnung, die zuvor geöffnet werden musste. Diese wurde durch das Feuer unbewohnbar, so dass ein Sachschaden von mehr als 25.000 Euro entstand.

In der Wohnung konnten mehrere mittels Grillanzünder gelegte Brandherde festgestellt und gelöscht werden. Der dringend tatverdächtige 31 Jahre alte Bewohner der Wohnung war nicht zugegen und geflüchtet. Nach verschiedenen polizeilichen Maßnahmen stellte sich der 31-Jährige bereits Ende letzter Woche bei den Ermittlern des Kriminalermittlungsdienstes Uelzen. Er räumte in seiner Vernehmung die Brandlegung ein.

Hintergrund ist eine psychische Erkrankung des Uelzeners, so dass in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg ein strafrechtlicher Unterbringungsbeschluss für den Mann erwirkt werden konnte, der dieser Anfang dieser Woche umgesetzt wurde. Er befindet sich zur weiteren Begutachtung und Therapie in einer geschlossenen Unterbringung.