Tipps zum Autofahren im Winter

Wirtschaft Von Redaktion | am Di., 22.01.2019 - 14:26

HANNOVER. Glatteis droht, Schnee fällt vom Himmel und dunkel ist es im winterlichen Berufsverkehr noch dazu: Schon steige die Furcht vor der oft unvermeidbaren Autofahrt. Wer jedoch der Angst das Lenkrad überlässt, mache schneller Fehler. Gut informiert gelingt auch die Fahrt durch den Schnee, so WetterOnline.

Gut ausgerüstet
In den nächsten Tagen sei der Winter im Flachland angekommen. Schnee und Glätte drohen auch da, wo man eher weniger an den Umgang mit diesen Phänomenen gewöhnt sei. Eine Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmer und das Stresslevel steige. „Um dieses während der Fahrt mit dem Auto möglichst gering zu halten, sollte man schon vorher alle zusätzlichen Unsicherheitsfaktoren ausschalten.“, rät Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher bei WetterOnline. Die notwendige Ausrüstung für das Fahrzeug stehe ganz oben auf der Checkliste: Winterreifen, geladene Batterie, Frostschutz im Wischwasser und ein funktionierender Kühler sollten vorhanden sein, der Tank ausreichend gefüllt. Eiskratzer und Schneefeger sowie Enteisungsspray sollten außerhalb des Autos vor der Fahrt griffbereit sein. Eine warme Decke, ein Handykabel und ein heißes Getränk gehörten bei längeren Fahrten für den Fall eines größeren Staus in das Auto. Auch eine Sonnenbrille sollte im Auto parat liegen, um das Blenden durch die tiefstehende Sonne zu verhindern. Hinter dem Steuer schränke dicke Winterkleidung die Bewegungsfreiheit ein, deshalb sollte man diese vorher ausziehen. Ein ganz wichtiger Faktor zur Stressvermeidung sei Zeit. Diese brauche man für das vollständige Befreien des Autos von Schnee und Eis und vor allem auch während der Fahrt.

Defensive und achtsame Fahrweise
Wer ganz genau vorbereitet sein möchte, dem sei ein jährliches Fahrtraining ans Herz gelegt. Eine gute mentale Vorbereitung sei auch, die Situation hinter dem Steuer gedanklich durchzuspielen, um später besonnen reagieren zu können. Beim Anfahren gelte es, wenig Gas zu geben. Da der Bremsweg auf glatten Straßen deutlich länger ist, ist Abstandhalten wichtig. Rechtzeitiges und vorsichtiges Bremsen verhindert das Ausbrechen des Wagens. Kommt man doch ins Rutschen: Fuß von der Bremse, Kupplung treten und gegenlenken. Ruckartige Manöver sind generell zu vermeiden. Bei einer notwendigen Vollbremsung reagiert das Antiblockiersystem. Mit diesem bleibt das Auto lenkbar und einem Hindernis kann ausgewichen werden. Beim Bremsen eines alten Autos ohne ABS hilft die „Stotterbremse“. Und schließlich gilt: Wer im Hinterkopf hat, dass neben einem selbst auch andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen und ebenso unter Stress stehen können, der fährt generell vorsichtiger.