So zeigt sich Europa auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis

Wirtschaft Von Redaktion | am Di., 07.05.2019 - 15:42

Die Zahl der arbeitenden EU-Bürger, die im Landkreis Lüneburg leben, habe sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdreifacht. Darauf weist die Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen angesichts des bevorstehenden Europatages am 9. Mai hin. Von rund 550 Beschäftigten mit EU-Staatsbürgerschaft im Jahr 2008 stieg die Zahl auf gut 1.600 im Jahr 2018. Damit kam zuletzt jeder 43. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus einem EU-Partnerland.

„Der Arbeitsmarkt hat sich durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Bürger vielfältig entwickelt“, so Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. „Über Grenzen hinweg hat sie die EU zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum entwickelt. Gerade im Hinblick auf den Fachkräftebedarf werde wir auch künftig auf qualifizierte Beschäftigte aus der EU angewiesen sein“.

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist das Recht jedes EU-Bürgers, seinen Arbeitsplatz innerhalb der Staatengemeinschaft frei zu wählen. Insgesamt waren zum Stichtag Ende Juni 2018 68.479 Einwohner des Landkreises sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Zu den fünf am stärksten vertretenen EU-Nationen gehören Polen (561 Beschäftigte), Rumänien (228 Beschäftigte), Italien (159 Beschäftigte), Kroatien (84 Beschäftigte) sowie Bulgarien (82 Beschäftigte). Gut 70 beschäftigte Einwohner gab es mit britischem Pass. Die Perspektive für diese Personen war zuletzt ungewiss, da diese vom möglichen EU-Austritt Großbritanniens beeinflusst wird.