Schülerbeförderung: CDU und SPD wollen Einsatz von Reisebussen prüfen lassen

Politik Von Extern | am Do., 19.11.2020 - 16:26

UELZEN. SPD und CDU im Uelzener Kreistag regen jetzt gemeinsam an, den Einsatz von Reisebussen und deren Fahrern für die Schülerbeförderung zu prüfen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung schreiben Ivonne Großmann (SPD) und Karsten Jäkel (CDU):

Die pandemiebedingten Probleme im Bereich der Schülerbeförderung sind derzeit überall sichtbar. Eine besondere Herausforderung stellt aktuell vor allem die Schülerbeförderung dar. „Wir diskutieren über die Kontaktvermeidung der Kinder untereinander, sowohl im   Unterricht als auch zu Hause, aber vor und nach der Schule werden die Kinder auf engstem Raum in Bussen transportiert, was aus unserer Sicht kaum zu vermitteln ist“, so Ivonne Großmann von der SPD-Kreistagsfraktion. Und ihr CDU-Kreistagskollege Karsten Jäkel stellt dazu fest: „Wir müssen aktuell daher alle Optionen prüfen, die geeignet sind, hier für Entspannung zu sorgen!“ 

Eine Option könnten dazu nach Ansicht beider Kreispolitiker die im Moment nicht benötigten Reisebusse der örtlichen Busbetreiber sein. „Die Busse stehen still, das Personal wartet auf Arbeit und der Landkreis braucht Transportkapazitäten. Vielleicht lässt sich so eine win-win Situation für alle Beteiligten herbeiführen“, so Jäkel weiter. Beide Abgeordnete haben daher nun die Kreisverwaltung schriftlich gebeten, zu prüfen, ob dies ein geeigneter Weg sein könnte, der etwas Entspannung bringt. „Corona wird uns auch bis weit ins neue Jahr beschäftigen und daher gilt es, nun alle Ressourcen zu nutzen, zumal die Landesregierung den Kommunen eigens dafür aktuell 30 Mio. Euro zur Verfügung gestellt hat“, so Großmann weiter.

Beide stellen klar, dass es nun darum gehen muss, schnellstmöglich alle Alternativen zu prüfen und mögliche Optionen zu sichern. Das gelte sowohl für die Busse und ihre Fahrer, als auch für die Fördergelder. Und, was durchaus erwähnenswert ist, beide Abgeordnete haben von Seiten der örtlichen Busunternehmen auch schon vereinzelt zustimmende Reaktionen erhalten. Mit einer ersten Antwort der Kreisverwaltung rechnen Großmann und Jäkel auf der nächsten Sitzung des Kreisausschusses am kommenden Dienstag. Beide sind sich sicher, dass man sicher nicht alle Probleme auf einmal wird lösen können, aber auch die kleinsten Schritte seien gute Schritte, wenn sie helfen. Und am Geld sollte es nach Auffassung beider Kommunalpolitiker auch nicht scheitern. 
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