Pfingsten - Feuer und Flamme für das Leben

Religion Von Extern | am So., 31.05.2020 - 10:46

Gestern wurden Autokino-Besucher mit einem Feuerwerk überrascht. Aber auch Pfingsten ist eins. Davon ist Pastor Uwe Schmidt-Seffers überzeugt und hat neun zündende Gedanken parat, wie unser Leben begeisternder sein kann. "Alle neun nehmen ich mir selbst zu Herzen", verspricht der Nienhäger.

Das erste Pfingsten war ein zündendes Fest. Ein Feuerwerk. Feuer und Flamme kamen herunter auf die Jesusleute, damit sie Feuer und Flamme fürs Leben sind. Nicht verkrampft, zugeschüttet und kalt, sondern geistvoll und begeistert und voller Wärme. Geöffnet für Gottesliebe und bereit, sie reichlich auszuteilen. 

Darum sucht jedes Pfingsten von Neuem nach Menschen, die brennend am Leben interessiert sind. Das ist unsere gemeinsame Bestimmung. Auch du: Kein kleines Licht, sondern ein Leuchtfeuer bist du. Lass dich, wenn du sie richtig findest, anstecken von diesen Ideen:

  1. Sieh das Leben freundlicher an. Das kann man auch lernen. Freu´ dich auf das letzte halbe Glas Orangensaft vor Dir und ärgere Dich nicht darüber, was nicht mehr ist. Vieles müssen wir hinnehmen, wie es kommt. Aber wie wir es annehmen, darauf kommt es an. Überschlag mal, was dir alles anvertraut ist. Das macht zufriedener!
     
  2. Meine nicht, niemand mag dich. Öffne lieber die Augen dafür, daß dich mehr Leute freundlich grüßen als du denkst. Es wäre ein Verlust, wenn du nicht mehr bist. Offene Augen lassen mehr Licht in dein Herz. Wer verkniffen ist, sieht nur die Hälfte vom Wunder.
     
  3. Lieb´ mehr; dazu bist du befähigt. Dich selbst, Fernste und Nächste. Halt dich an die alte Pfadfinderregel: Tu Gutes - einmal am Tag. Das ist mehr als nichts. Eine Blume im Garten gepflückt für die Nachbarin oder eine kleine Dankeszeile an den Bruder, weil er die Waschmaschine repariert hat. 356 mal im Jahr andere mit Liebe anstecken - wenn das nichts ist!
     
  4. Denk dran: Du kannst Licht zaubern, wenn du andere Menschen schön findest. Du wirst merken, wie sie aufblühen. Sie sind ja aus demselben Holz geschnitzt sind wie du. 
     
  5. Viel Leid kommt auf uns zu. Aber viel Leid tun wir uns auch selbst an. Überleg´, wo du dir nicht mehr selbst wehtun willst. 
     
  6. Schlechtes ist nicht nur schlecht. Eine Enttäuschung kann dich auch wieder klarer sehen lassen. Er hat dich nicht geliebt. Schlimm ist das für dich, aber nun weißt du wenigstens, woran du bist. Die Zukunft ist wieder offen und nicht vernagelt mit tausend Täuschungen. Auch Ent-täuschungen haben ihre gute Seite.
     
  7. Finde Dich nicht klein, wenn Du merkst, dass du allein nicht klarkommst. Gott hat es so gewollt, dass wir uns brauchen. Hand in Hand, statt jeder für sich. Es heißt ja auch: Vater unser im Himmel und nicht Vater mein in Himmel. 
     
  8. Lach´ mal über dich selbst und nimm dich nicht immer so bierernst. Wer über seine Glatze witzeln kann, erntet Kopfnicken und stiftet andere an, lockerer mit sich selbst zu sein. 
     
  9. Jeder Tag ist der wichtigste Tag. Wage darum heute neue Gedanken. Wünsch dir Begeisterung. Enthusiasmus - verdeutscht heißt das: „Göttliches in dir!“ Pfingsten ist der Festtag des heiligen Geistes. Hol dir eine Portion neuer Gedanken oder lass dich daran erinnern, was schön längst in dir steckt, aber wieder neu geboren sein will. Kirche ist doch der Ort, wo neues Leben entzündet werden soll. Sei Feuer und Flamme fürs Leben. Und dann wird dir auch die zehnte Idee einfallen, wie mehr Begeisterung in dein Leben kommt.

Mit pfingstlichen Grüßen, 
Pastor Uwe Schmidt-Seffers

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