Nun auch offiziell: Shutdown wird verlängert, Beschränkungen verschärft

Politik Von Redaktion | am Di., 05.01.2021 - 20:04

BERLIN. Im Anschluss an die Gespräche mit Bund und Ländern gab Kanzlerin Angela Merkel am Abend in einer Pressekonferenz die neuen Beschlüsse bekannt. Der Shutdown wird bis 31. Januar verlängert und das öffentliche Leben somit weiter eingeschränkt. Auch Schulen und Kitas bleiben bis auf den Notbetrieb geschlossen. 

Um die weiter hohen Infektionszahlen zu bekämpfen werden die Kontaktbeschränkungen weiter verschärft. Künftig sind private Treffen nur noch im Rahmen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Zuvor waren Treffen mit bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Die Verschärfung ähnelt den strengen Kontaktbeschränkung aus dem Shutdown im Frühjahr.

In Hotspot-Gebieten mit Inzidenzen über 200 wird außerdem der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den eigenen Wohnort eingeschränkt. Ausnahmen brauchen einen triftigen Grund, etwa Arztbesuche oder Arbeitswege. Tagestouristische Ausflüge zählen nicht dazu. Die Kanzlerin appellierte nochmals, nach Möglichkeit Arbeit aus dem Homeoffice zu ermöglichen.

Um die Betreuung von Kindern auch in Pandemie-Zeiten weiter gewährleisten zu können, will der Bund gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für zehn zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt wird. Es soll auch genutzt werden können, wenn die Betreuung zu Hause erforderlich ist, weil Schule oder Kindergarten geschlossen sind oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde.