Jobcenter Landkreis Uelzen mit neuem Geschäftsführer

Die Träger des JC, die Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen und der Landkreis Uelzen, beriefen Andreas Rösler zum neuen Geschäftsführer ihrer gemeinsamen Einrichtung. „In den vergangenen Jahren hat sich der regionale Arbeitsmarkt gut entwickelt. Davon konnten auch hilfebedürftige Arbeitslosengeld-II-Bezieher profitieren“, erklären Anna Katharina Bölling, Dezernentin beim Landkreis Uelzen sowie Vorsitzende der Trägerversammlung, und Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, unisono. Ihr Dank gilt Carola Gustke, die die Arbeit des JC in den vergangenen Jahren in verschiedenen Positionen unter anderem als Bereichsleiterin und zuletzt als Geschäftsführerin mitgestaltete.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des JC ist Rösler kein Unbekannter. Er begann seine berufliche Laufbahn 1977 bei der Bundesagentur für Arbeit und war von 2015 bis 2017 als Geschäftsführer des JC im Nachbarlandkreis Lüchow-Dannenberg tätig. Privat und beruflich ist er im Landkreis Uelzen verwurzelt und wirkte seit Februar 2017 als Bereichsleiter und stellvertretender Geschäftsführer im Uelzener JC. 

Mit dem Wechsel der Geschäftsführung wurde auch der Wechsel im Vorsitz der Trägerversammlung vollzogen und ging an den Landkreis über. Bölling hat nun den Vorsitz in diesem Gremium inne, Kuechler-Kakoschke ist stellvertretende Vorsitzende. Für eine der Herausforderungen der Zukunft sehen Bölling und Kuechler-Kakoschke das JC mit dem Teilhabechancengesetz gerüstet: „Menschen, die mehrere Jahre ohne Beschäftigung waren und Arbeitslosengeld II bezogen haben, müssen neben ihrer Arbeitslosigkeit weitere, zum Teil auch sehr persönliche Probleme lösen, damit eine Arbeitsaufnahme gelingen kann. Dafür benötigen sie umfassende Unterstützung zur Vorbereitung und auch bei den ersten Schritten im Arbeitsleben. Genau darauf zielt das neue Gesetz ab“.

Mit dem Teilhabechancengesetz gibt es zwei neue Förderinstrumente für diese Personengruppe. Private und kommunale Unternehmen sowie Träger können eine finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit Langzeitarbeitslosen besetzen. „Neu ist auch, dass ein Coach die Beschäftigten auf der ersten Strecke im neuen Arbeitsverhältnis begleitet“, so Rösler, „Das kommt Unternehmen und Beschäftigten zu Gute, denn nach längerer Arbeitslosigkeit kann die Umstellung durch die Rückkehr ins Berufsleben manchmal weitere Herausforderungen mitbringen“.

Das JC betreute Stand Mai insgesamt 2.925 Bedarfsgemeinschaften mit 5.618 Personen, darunter 3.925 erwerbsfähige Leistungsberechtigte in Stadt und Landkreis Uelzen. Innerhalb von fünf Jahren nahm die Zahl der Bedarfsgemeinschaften um gut zehn Prozent ab. Gleichzeitig verringerte sich die Anzahl der Personen in den Bedarfsgemeinschaften sowie der erwerbsfähigen Leistungsbezieher jeweils um mehr als 17 Prozent.