Führungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst proben fahrerisches Können

Polizei + Feuerwehr Von Extern | am Do., 09.09.2021 - 09:54

UELZEN. Im Rahmen eines sogenannten „Blaulicht-Trainings“ konnten Führungskräfte der Kreisfeuerwehr Uelzen, Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale Uelzen sowie der ärztliche Leiter des heimischen Rettungsdienstes auf dem Gelände des ADAC-Fahrsicherheitszentrums „Hansa“ in Embsen (Landkreis Lüneburg) ihr fahrerisches Können auf die Probe stellen. 

Im Ernstfall rücken diese Kräfte in der Regel mit ihren Privatfahrzeugen zu den jeweiligen Einsatzorten aus, die zu diesem Zweck mit Sondersignalanlagen ausgestattet sind. Dennoch bedeuten entsprechende Fahrten für die Einsatzkräfte eine erhebliche Stressbelastung. 

Das Blaulicht-Training soll dazu beitragen, dass möglichst jede Einsatzkraft auch sicher am Einsatzort ankommt. Neben grundlegenden Themen wie Sitzposition, Lenkradhaltung und Spiegeleinstellungen stand insbesondere das praktische Trainieren bestimmter Fahrsituationen im Mittelpunkt der Übungen. 

Notfallbremsungen auf griffigen und glatten Fahrbahnen, das Bremsen in Kurven, das Ausweichen vor plötzlich auftretenden Hindernissen und das Verhalten des Fahrzeugs bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten wurden mithilfe verschiedener Stationen geprobt und eingeübt.  Auf einem sogenannten Stress-Parcours mussten die vorher erlernten Fahrmanöver zum Abschluss unter Zeitdruck umgesetzt werden. 

Neben normalen PKW stand auch ein Gerätewagen-Logistik des Landkreises zur Verfügung, um Unterschiede zwischen einem PKW und einem LKW darstellen und kennenlernen zu können. 

Das Unfallrisiko ist bei entsprechenden Einsatzfahrten laut Statistik rund 17 Mal höher als bei normalen Fahrten, in über 60 Prozent der Fälle liegt bei einem Unfall die Schuld beim Fahrer des Einsatzfahrzeuges. „Mit dem Sicherheitstraining wollen wir unsere Führungskräfte bestmöglich auf den Einsatzfall vorbereiten“, so Tanja Christensen, Sachbearbeiterin Brandschutz und Rettungsdienst beim Landkreis Uelzen. 

Neben den Kräften des Landkreises nahmen auch die Gemeindebrandmeister aus Suderburgund Bienenbüttel an der Fortbildung teil.