Ehrhorn: "Niedersachsen darf bei Tierquälerei nicht länger wegschauen"

Politik Von Extern | am Fr., 30.04.2021 - 17:33

CELLE/UELZEN. Zu Medienberichten, denen zufolge Rinder aus Bayern, die einem dortigen Ausfuhrverbot unterliegen, über Niedersachsen dennoch nach Nordafrika und in den Nahen Osten exportiert werden, äußert sich der AfD-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Celle/Uelzen, Thomas Ehrhorn, als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft: „Es ist leider ein längst bekanntes Problem, dass Tierexportverbote einzelner Bundesländer in bestimmte Regionen der Welt, in denen bekanntermaßen der Tierschutz missachtet wird, über andere Bundesländer umgangen werden.

Dass Niedersachsen hier zu einer Drehscheibe für diese Umgehung geworden ist, ist eine Schande. Auch unser Bundesland darf bei den Tierquälereien, die mit den Exporten verbunden sind, nicht länger wegschauen. Dabei ist es an Dreistigkeit schon nicht mehr zu überbieten, wenn die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast von der CDU ihr eigenes Versagen den bayerischen Veterinären anhängen möchte, die im Gegensatz zu ihr der Sorge um das Tierwohl vorbildlich nachgekommen sind. Es hat schon seinen Grund, wenn andere Bundesländer den Export untersagen. Allzu oft kann eben nicht sichergestellt werden, dass, den europäischen Vorgaben entsprechend, das Tierwohl auf dem gesamten Transport und am Bestimmungsort eingehalten wird.

Häufig sind nicht nur die Wasser- und Futterversorgung der Tiere unzureichend, sondern auch die Verladevorgänge mit Schmerzen und Knochenbrüchen verbunden. Nicht zuletzt erwartet die Rinder in den muslimischen Zielländern regelmäßig ein entsetzlicher Todeskampf aufgrund der rituellen Schächtung mittels Kehlschnitt bei vollem Bewusstsein. Da wir von der AfD-Bundestagsfraktion schon vor langem die Umgehungsmöglichkeit des Exportverbotes über andere Bundesländer gesehen haben, hatten wir schon vor Jahren einen Antrag auf Schaffung eines bundeseinheitlichen Tierexportverbots in diejenigen Länder beantragt, bei denen der Tierschutz bei Transport und Behandlung am Zielort nicht gewährleistet werden kann. Wie üblich ist dieser Antrag aber von allen anderen Fraktionen, auch den Grünen, abgelehnt worden. Die Leidtragenden dieser verlogenen Altparteienpolitik sind seit Jahren die Tiere.“
 

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