Mairedner Rainer Näbsch. Foto: IG Metall

UELZEN. Wenn es die Europäische Union nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Die EU habe dafür gesorgt, dass wir in Europa seit Jahrzehnten in Frieden leben. Und sie habe für die Menschen in Deutschland und europaweit erhebliche Vorteile gebracht: Wir können frei in Europa reisen und arbeiten. Bei Arbeitszeiten, Urlaub, Mutterschutz und in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt schützt und erweitert die EU die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und auch wirtschaftlich profitiert Deutschland enorm von der Mitgliedschaft in der Europäischen Union.

Trotzdem erlebten immer mehr Menschen, dass in der EU die Interessen der Märkte oft Vorrang haben vor sozialen Belangen. Und das, obwohl heute mehr denn je gelte: Nur eine gemeinsame und solidarische Politik für ganz Europa bringe uns weiter.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert deshalb: Europa. Jetzt aber richtig! „Für uns heißt das: Dem Bekenntnis, Europa sozialer zu machen, müssen jetzt auch Taten folgen“, so Uelzens DGB Kreisvorsitzender Jürgen Roglin.

Konkret fordert der DGB u.a. Europaweite Standards für gute Arbeitsbedingungen statt Dumping-Wettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten mit prekärer Arbeit und niedrigen Löhnen. So brauche es mehr Tarifbindung in ganz Europa und armutsfeste Mindestlöhne in jedem EU-Mitgliedsstaat. Das lasse sich in Europa nur gemeinsam erreichen. Nationalismus und Kleinstaaterei böten keine Lösungen.

„Deswegen gehen wir am 1. Mai gemeinsam auf die Straße: Wir machen den Tag der Arbeit zum Tag der europäischen Solidarität. Und wir kämpfen gemeinsam für gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Fortschritt in Deutschland: für Gute Arbeit, gute Einkommen und Arbeitsbedingungen, mehr Tarifbindung und eine Rente, die für ein gutes Leben reicht. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, am 26. Mai 2019 an der Europawahl teilzunehmen: für ein solidarisches und gerechtes Europa“, so Roglin weiter.

Die 1. Maiveranstaltung in der DGB Region Nord-Ost-Niedersachsen in Uelzen:
Uelzen: Start 10:30 Uhr Kundgebung auf dem Herzogenplatz u.a. DGB Kreisvorsitzendem Jürgen Roglin, Mairedner Rainer Näbsch – dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Celle-Lüneburg, Live-Musik der „Schul-Big-Band der KGS Clenze“, den Sport-Jongleuren Dreilingen, Essens- und Informationsständen, Kutschfahrten im Planwagen sowie einer Hüpfburg für die Kinder.

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