Foto: Hansestadt Uelzen

UELZEN. Zur Schließung des Reisezentrum am Hundertwasser-Bahnhof äußert sich soeben die Bahn offiziell. In ihrer Stellungnahme heißt es, unzensiert und unkommentiert:

„Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung der Nahverkehrsleistungen des sogenannten Hansenetzes/Uelzen-Göttingen 2018 ging die metronom Eisenbahngesellschaft als Gewinner hervor. Neben der Nahverkehrsleistung wurde mit dieser Vergabe auch die Vertriebsleistung, also der Verkauf und die Beratung von Nahverkehrsfahrscheinen geregelt. Ziel dieses Vertriebsmodell ist es, dass es je Standort nur einen Vertriebsdienstleister für Nahverkehrsfahrkarten geben darf und das bedeutet aber auch, dass infolge dieser Exklusivität kein anderes Unternehmen Fahrkarten im Nahverkehr verkaufen darf. Damit fehlt ein wesentlicher Teil der Einnahmen und somit kann DB Vertrieb eine Verkaufsstelle wirtschaftlich nicht betreiben.

Die DB Vertrieb, die seit vielen Jahren von der metronom als Vertriebsdienstleister mit dem Fahrkartenverkauf beauftragt war, hat sich in mehreren Gesprächsrunden um die Fortführung dieser Kooperation bemüht. Leider ist es nicht gelungen, die metronom vom Erhalt des Reisezentrums durch eine weitergehende Beauftragung der DB Vertrieb zu überzeugen. Der Betrieb des Reisezentrums Uelzen wurde also nicht durch die Bahn eingestellt, sondern mit der Entscheidung der metronom abbestellt.

Die metronom hat sich für einen neuen Vertriebsdienstleister, die Valora Retail, die den örtlichen ServiceStore betreibt, entschieden. An dieser Stelle ist klar festzuhalten, dass die Verantwortung nicht auf Seiten der DB liegt.

Um die Veränderungen für Kunden dennoch so gering wie möglich ausfallen zu lassen, wurde der metronom frühzeitig die Übernahme der Räumlichkeiten sowie der Inneneinrichtung des Reisezentrums angeboten. Leider wurde auch dies von der metronom ausgeschlagen.

Im neu vergebenen Hansenetz sind weitere Standorte von dieser Situation betroffen. In Alfeld wurde das Reisezentrum aus genanntem Grund bereits geschlossen, in Rotenburg/W. steht die Schließung für Ende Januar dieses Jahres an. Celle und Lüneburg sind weitere Standorte, an denen die metronom plant, ebenfalls andere Vertriebsdienstleister einzusetzen.“

UELZENHEUTE hat sowohl Metronom als auch die Hansestadt um eine Stellungnahme gebeten.

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