BERLIN/UELZEN. Gestern hat die DB regio ihre rollende Arztpraxis „DB Medibus“ den Mitgliedern des Gesundheits- und des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag in Berlin vorgestellt. Die Uelzener SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann nutzte die Gelegenheit, um sich einen Eindruck von diesem Projekt zu verschaffen. „Der DB Medibus ist ein zukunftsweisendes Konzept zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum“, ist Lühmann im Ergebnis überzeugt.

Der DB Medibus könne für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. „Ausgestattet als vollwertige Hausarztpraxis kann er in unterversorgten Gebieten die medizinische Versorgung sicherstellen oder auch für Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt werden. Dabei kann auch auf umfangreiche Videokonferenztechnik zurückgegriffen werden, um beispielsweise Ferndiagnosen und Zweitmeinungen zu ermöglichen. Besonders diese telemedizinischen Möglichkeiten können für ländliche, dünn besiedelte Räume einen enormen Qualitätsgewinn bedeuten“, beschreibt Lühmann. „Und es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, die Mittel der Digitalisierung hier zum Einsatz zu bringen.“ So würden mithilfe von Videodolmetschern fremdsprachige Patienten gezielter behandelt und versorgt. Auch für betriebsärztliche Untersuchungen, Gesundheitsveranstaltungen oder Impfungen biete der Medibus zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Umfangreiche Informationen dazu gibt es unter www.dbregio.de/medibus

Mit dem Ziel der Sicherung der ärztlichen Versorgung auf dem Land befindet sich der DB Medibus seit Mitte 2018 in einer zweijährigen Testphase in Nordhessen. Dort verkehrt er als Projekt der DB regio und der kassenärztlichen Vereinigung Hessen in den drei Landkreisen Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder. „Ziel ist die Schließung von Versorgungslücken und die Entlastung örtlicher Arztpraxen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten. Ein weiteres Beispiel für ein Pilotprojekt ist unter anderem die mobile Impfversorgung durch die Charité Berlin“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Besonders vor dem Hintergrund der Herausforderungen des demographischen Wandels und des Ärztemangels auf dem Land bieten solche Projekte große Chancen. Diese müssen wir nutzen“, so Lühmann.

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