Foto: BERLINSTOCK / AdobeStock

UELZEN. Der Ausbau der e-mobilen Infrastruktur in der Hansestadt Uelzen und Umgebung schreitet mit großen Schritten voran. Zehn neue Schnell-Ladesäulen hat mycity in den letzten Wochen aufgestellt und in Betrieb genommen. Damit hat sich die Anzahl der sogenannten High Power Charger (Leistung von 150 kW) in Niedersachsen mehr als verdoppelt. Nach einer erfolgreichen Testphase erfolgte gestern die offizielle Eröffnung.

Auf der gut besuchten Eröffnungsveranstaltung verfolgten u.a. Vertreter aus Politik und Wirtschaft gespannt den Grußworten von Stefan Muhle, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung: „Mit konsequentem Handeln setzt mycity deutschlandweit ein Zeichen und übernimmt eine klare Vorreiterposition in Sachen E-Mobilität“, erkennt Muhle das Engagement der Stadtwerke Uelzen an. In ganz Deutschland gibt es aktuell 92 High Power Charger (Bundesnetzagentur, Stand Dezember 2018) mit einer Leistung von 150 kW und mehr. „Mit den neuen mycity Schnell-Ladern deckt allein der Raum Uelzen über 10 Prozent dieses Angebotes ab“, resümiert Jürgen Markwardt, Bürgermeister der Hansestadt Uelzen in seiner Eröffnungsrede.

Auf los geht’s los
Nach erfolgreicher Testphase stehen allen e-mobilen Nutzern nun acht neue mycity Schnell-Ladesäulen offiziell zur Verfügung, zwei weitere sollen in Kürze folgen. Zwar sei in den letzten Wochen schon „getankt“ worden, was das Zeug hielt – allerdings ausschließlich von aktiven Testnutzern aus der Region.

Die Bedienung eines High Power Chargers beinhalte viele einzelne Prozessschritte: Von der Registrierung und Anmeldung per Smartphone über eine gute Erreichbarkeit der Standorte bis hin zur Verständlichkeit und technischen Bedienung muss alles so benutzerfreundlich und fehlerfrei wie möglich funktionieren. Einen großen Schritt in diese Richtung haben die Beurteilungen der Tester beigetragen. So konnte gemeinsam mit dem Partner SMATRICS zielgerichtet an dem kundenorientierten Servicegearbeitet werden.

Kundenorientiert, kritisch und konstruktiv
Die örtliche Verteilung sowie die Erreichbarkeit der neuen Ladestationen seien durchweg als positiv beurteilt worden. Doch es habe natürlich auch einige kritische Anmerkungen gegeben: Auftretende Fehlermeldungen oder Systemstörungen an bestimmten Säulen seien umgehend behoben worden. Darüber hinaus hätten regelmäßige Nutzer die Registrierung über den QR-Code als sehr umständlich empfunden. Weitere Kritik gab es an dem Pauschalpreis, der insbesondere für Fahrer kleinerer E-Modelle als unfair eingestuft wurde.

„Alle Punkte werden von uns sehr ernst genommen und wir arbeiten mit Hochdruck an entsprechenden Optimierungsprozessen“, verspricht Markus Schümann, Geschäftsführer Stadtwerke Uelzen. „Die Ausgabe von Ladekarten als Alternative zu einer Online-Registrierung sowie eine Umstellung auf die kWh-basierte Abrechnung sind für die kommenden Monate fest in Planung“.

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