20 Jahre Stillcafé im Helios Klinikum Uelzen

Gesellschaft Von Extern | am Fr., 07.02.2020 - 11:02

UELZEN. Die Stillzeit ist für Mütter und Babys eine besonders schöne und innige Zeit, in der aber auch Fragen und Probleme aufkommen können. Kann ich mich auf das Stillen vorbereiten? Wie stille ich richtig und welche Stillposition ist die beste? Rat und Gelegenheit zum Austausch finden interessierte Frauen seit nunmehr 20 Jahren im Stillcafé des Helios Klinikums Uelzen. Am Dienstag, 18. Februar 2020, laden Anke Marwede, Still- und Laktationsberaterin (IBCLC), Kinderkrankenschwester Lydia Härig, Heidrun Zeppei und Manuela Tegtmeyer, Krankenschwestern auf der Entbindungsstation, stillende und nicht stillende Mütter, ehemalige Teilnehmerinnen und ihre Kinder sowie alle Interessierten von 15 bis 17 Uhr zu Kaffee, Kuchen und einem bunten Rahmenprogramm in den Konferenzraum des Uelzener Krankenhauses ein. Anmeldungen zur Feier des 20-jährigen Bestehens des Stillcafés nimmt Anke Marwede bis Freitag, 14. Februar 2020, per E-Mail an anke.marwede@helios-gesundheit.de entgegen.

Für die Organisatorinnen des Stillcafés gibt es viele Argumente, die für das Stillen sprechen. „Muttermilch ist perfekt an die Bedürfnisse des Neugeborenen angepasst: Sie ist leicht verdaulich und bietet ausreichend Flüssigkeit, alle lebensnotwenigen Nährstoffe sowie Immun- und Abwehrstoffe. Außerdem ist Muttermilch kostenlos, keimarm, immer richtig temperiert und stets verfügbar“, sagt Marwede. Das Stillen kann auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Mutter haben, indem es die Rückbildung der Gebärmutter nah der Geburt fördert und dadurch den Blutverlust verringert. Darüber hinaus kann das Stillen für die Mutter das Risiko senken, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken. „Gleichzeitig fördert das Stillen die Bindung zwischen Mutter und Kind und lässt das Baby Nähe, Geborgenheit und Sicherheit spüren“, ergänzt Marwede.

Zweimal im Monat (an jedem ersten Dienstag um 9:30 Uhr und an jedem dritten Dienstag um 15 Uhr) lädt das Stillcafé-Team stillende und nicht stillende Mütter ins Helios Klinikum Uelzen ein. Die Organisatorinnen geben Tipps, beantworten Fragen – nicht nur rund um das Stillen – und versuchen Sorgen zu nehmen. „Viele Mütter, bei denen das Stillen nicht möglich ist, haben Angst, dass das Fläschchen ihrem Baby schadet. Diese Sorge ist unbegründet. Wichtig ist nur, dass Muttermilch – gegebenenfalls abgepumpt – oder Formula-Nahrung in den ersten Monaten die einzige Nahrung ist, die Säuglinge zu sich nehmen“, weiß Marwede.

Die erfahrenen Stillberaterinnen raten allen jungen Müttern, ganz gleich, ob sie ihr Baby stillen oder das Fläschchen geben, ihrem Kind für jeden Entwicklungsschritt die Zeit zu lassen, die es für sich braucht. „Seien Sie geduldig mit sich und ihrem Baby, wenn nicht alles sofort auf Anhieb klappt. Jedes Kind ist anders und vor allem im ersten Lebensjahr geschieht nicht immer alles so, wie es im Lehrbuch steht.“